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"Laufen ist mein Leben"

Albert Rungger ist der Trainer bei der Laufwoche im Hotel Cendevaves und das, was man wohl als die Idealform eines Läufers bezeichnen kann.

Sein Körper ist sehnig und durchtrainiert, sein Blick wach und seine Motivation, jederzeit die Gipfel der Dolomiten zu erobern, ansteckend. In einem Interview erzählt der siebenfache Welt- und fünffache Europameister uns seine Geschichte.

Magazin: Albert, verzeih mir den Kommentar, aber dein Körper ist der Wahnsinn! Wie lange trainierst du schon?

Albert: (lacht) Oh, danke! (überlegt, aber nicht lang – offensichtlich muss er diese Frage des Öfteren beantworten) Seit 42 Jahren!

Magazin: Unglaublich. Darf man fragen, wie alt du bist? (Anm.d.Red.: Persönlich hätten wir ihn auf etwa Mitte 40 geschätzt.)

Albert: Klar. 62.

Magazin: Wow. Da sage einer, Sport halte nicht jung... Wenn du auf eine so lange Laufkarriere zurück blickst, was fällt dir da als erstes ein?

Albert: Dass es einfach eine super Zeit war und ist. Ich bin dankbar, dass ich auch heute noch so fit bin, eigentlich kaum abgebaut habe. Ich laufe nahezu jeden Tag, meistens zweimal und habe nur ganz ganz wenig Verletzungen davongetragen. Kein Einknicken, kein Ermüdungsbruch, kein Bandscheibenvorfall, keine Bänderverletzung.

Magazin: Ist das genetisch bedingt meinst du?

Albert: Ja, wahrscheinlich. Aber es liegt auch am Laufstil. Ich traue mich schon zu sagen, dass ich einen besonders ausgefeilten, weichen und schönen Stil habe, weil ich daran immer gearbeitet habe. So kann ich wirklich seit Jahrzehnten zehn mal die Woche laufen gehen und fühle mich jeden Morgen wieder startbereit.

Magazin: Weißt du auch, wie weit du in deinem Leben dann schon gelaufen bist?

Albert: Ja, das habe ich schon zusammengerechnet. 200.000 Trainingskilometer habe ich in meinem Leben zurückgelegt (Anm.d.Red.: Das entspricht knapp viermal dem Erdradius). Und an 1200 bis 1300 Wettkämpfen teilgenommen.

Magazin: Wahnsinnszahlen, ziemlich unvorstellbar. Mal off Topic: Stammst du eigentlich von hier?

Albert: Nicht von St. Christina, aber schon aus Südtirol. Ich komme aus dem Sarntal bei Bozen. Meiner Heimat bin ich treu, ich lebe noch immer dort. Dort habe ich auch meine Familie.

Magazin: Oh schön, wie viele Mitglieder hat denn deine Familie?

Albert: Mit meiner Frau habe ich vier Kinder. Das Tolle ist, dass wir alle laufen. Oftmals gehen wir alle zusammen los – das ist dann schon ein richtige Truppe (lacht).

Magazin: Deine Tochter Renate folgt ja bereits deinen Spuren, haben wir gehört.

Albert: Ja, Renate ist mittlerweile italienische Meisterin und hat bei der Europameisterschaft den fünften Platz errungen. Die trainiere ich selber. Auch mein ältester Sohn ist bereits erfolgreich. Zusammen waren sie heute in der Südtiroler Zeitung (versucht, seinen Stolz zu verbergen, es gelingt ihm auf sympathische Art und Weise jedoch nicht zur Gänze).

Magazin: Du hast deine Kinder vermutlich alle zum Laufen gebracht oder?

Albert: Ja, klar! (lacht) Aber nicht gezwungen – es macht ihnen schon wirklich Spaß, sonst würde es ja keiner machen!

Magazin: Weißt du noch, wie das bei dir damals anfing vor 41 Jahren?

Albert: Ich war beim Militär als ich 22 war. Davor habe ich alle Sportarten ein bisschen gemacht, also Bergsteigen, Fallschirmspringen, Langlaufen und hin und wieder auch Laufen. Aber nichts so intensiv. Nach dem Militär ist auf einmal der Schalter umgelegt worden: Ich wollte nur noch laufen. Ab und zu gehe ich noch Langlaufen, doch ansonsten investiere ich alle meine Kraft in den Laufsport.

Magazin: Konntest du davon leben?

Albert: Nein, leider. Natürlich habe ich Prämien gewonnen und dergleichen, aber das hat nicht gereicht für eine ganze Familie. Aber mein Beruf war auch sehr schön. Mittlerweile bin ich Pensionist, aber früher war ich Förster. Ich habe den Beruf geliebt, weil ich so viel in der Natur sein konnte, habe Flora und Fauna auf ihren Bestand überprüft, habe überall nach dem Rechten geschaut. Ich war quasi die Waldpolizei (lacht).

Magazin: Ja, das passt irgendwie zu dir, stimmt. Was magst du eigentlich lieber: Lange Strecken und eher langsam oder kurze Strecken und dafür schnell laufen?

Albert: Lang und schnell. (lacht) Na, ich bin froh, dass ich noch immer meine Geschwindigkeit gut behalten kann.

Magazin: Ok, alles klar. Und was waren und sind dann so deine Disziplinen?

Albert: Ich nehme an allen möglichen Wettkämpfen teil. Also Straßenläufe auf acht bis zwölf Kilometer, das war früher meine Stärke. Heute mag ich eigentlich jede Form von Laufen. Halbmarathon, Marathon, Berglauf... egal, Hauptsache, Laufen.

Magazin: Trainierst du eigentlich auch noch andere Menschen außer deiner Tochter und in dieser Woche die Läufer der Laufwoche im Hotel Cendevaves?

Albert: Ja, ich trainiere eine Jugendgruppedaheim im Sarntal. Das ist wirklich eine große Freude für mich.

Magazin: Wenn du mal versuchst, dich zurück zu besinnen. Was bedeutet das Laufen eigentlich für dich?

Albert: Ok. (lacht und denkt lange nach, versucht ganz offensichtlich, seine vielen Gedanken in Worte zu fassen. Dann:) Laufen ist mein Leben. Ich hätte sonst auch nicht mehr die Motivation für das harte Training, das ich auch noch heute absolviere. Ich kann entspannen dabei, ich kann abschalten, meine Kräfte versammeln, mich auf das Wesentliche besinnen. Wenn ich alleine laufe, kann ich nachdenken, in mich hineinspüren. Wenn ich in der Gruppe laufe, kann ich mit den anderen Erfahrungen austauschen. Es ist eine Bereicherung für das Leben.

Albert Rungger liebt das Laufen an sich, aber auch das Trainieren in der Gruppe. Für ihn ist klar:
Das Besondere am Laufsport ist die Abwechslung. Man kann zusammen trainieren und sich austauschen, oder alleine, um zum Nachdenken zu kommen. Hauptsache Laufen – das gibt einem viel zurück.“


Copyright Foto: Hotel Cendevaves/Helmuth Rier
Hotel Cendevaves****
 
 

Südtirol Gardenissima 2017

Am Samstag, 01. April 2017, ist es wieder so weit: wie jedes Jahr gegen Ende der Wintersaison findet bei uns in St. Christina im schönen Grödnertal die Südtirol Gardenissima statt. 
Hotel Cendevaves****
 
 
 
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