Wir verwenden Cookies für die beste Nutzererfahrung. Es werden Cookies von Dritten eingesetzt, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu. Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
 
+39 0471 792062
 

Und jeden Morgen grüßen die Berge

Wir treffen uns alle draußen vorm Haus. Die Sonne scheint so freundlich, als hätte sie den ganzen Sommer über nichts anderes getan und das überträgt sich auf uns. Oder sind es doch die leuchtend bunten Joggingjacken, die hier mancher Laufenthusiast trägt.

Guten Morgen! Habt ihr alle gut geschlafen?“, ruft Albert fröhlich in die Runde. Albert heißt mit vollem Namen Albert Rungger und ist nicht nur unser Trainer – er ist auch noch mehrfacher Weltmeister in so ziemlich allen Disziplinen, die es rund ums Thema Laufen gibt.

Ja, sehr gut“, kommt es als Antwort auf Alberts Frage von verschiedenen Seiten. Und dass das keine Floskel ist, sieht man den munteren Gesichtern an. Es ist zwar erst 8 Uhr, im Urlaub ja quasi noch nachtschlafende Zeit, doch hier sind alle schon fit wie ein Turnschuh. Frühstück gibt’s danach, doch der eine oder andere hat sich bereits eins der feinen Croissants oder Vollkornbrote vom Buffet „stibitzt“. Wir sind alle sehr motiviert. Denn wir wollen uns zu Bergläufern ausbilden lassen. Oder zumindest ein bisschen.

Die „Berglaufwoche“ im Hotel Cendevaves ist die jüngste Entwicklung eines Hauses, das es bereits seit über fünfzig Jahren gibt und das in der zweiten Generation von der Familie Stuffer geführt wird. Wer Birgit und Christian Stuffer kennenlernt, weiß gleich, dass es sich bei der Berglaufwoche nicht etwa um einen zu gewollten Marketinggag handelt. Die beiden verkörpern die Liebe zum Sport und speziell zum Laufen bis in die letzte Faser, gehen selbst nahezu jeden Tag.

Nun stehen wir alle draußen und Albert gibt ein paar Dehn- und Lockerungsübungen vor. Ein paar stöhnen, der Muskelkater hat sie schon heimgesucht. Eine andere freut sich darüber: „Hat anscheinend wirklich was gebracht!“ Es wird viel geredet, gelacht. Die Leute verstehen sich, das merkt man sofort, wenn man zu der Gruppe dazu stößt. Die haben wohl schon einiges miteinander erlebt. Und das, wo die Laufwoche erst seit drei Tagen läuft! Es müssen gute Erlebnisse gewesen sein. Denn alle strahlen hier eine Vorfreude auf das aus, was gleich kommt: Auf und hinaus in die Berge und Wälder!

Nach den Dehn- und Lockerungsübungen, die in einem so großen Kreis, wie wir ihn bilden, eine ganz besondere Dynamik entwickeln, geht es im gemeinschaftlichen und gemäßigten Trott los mit dem, für das wir alle hier sind: Laufen. Doch der Trott ist nur der Anfang. Ziemlich schnell ziehen Albert sowie Birgit und Christian, die bei den Laufrunden stets dabei sind, deutlich an. Es geht über Berge und Hügel, Wiesen und Waldwege, durch Kuh- und Pferdeherden hindurch. „Ohne Anstrengung.“, beschwichtigt Albert immer wieder, wenn sich jemand mit seiner Puste verrät. „Nicht hart, ganz geschmeidig!“ Er sagt das nicht wie ein strenger Trainer. Mehr wie ein lieber Freund, der obendrein auch noch stets gut gelaunt ist.

Am Anfang möchte man noch ein bisschen verzweifelt lachen über solche Aussagen. Aber nach einer Zeit merkt man, was der trainierte Herr meint. Denn ist das Getriebe erst mal geölt, hat man sich die ersten Hänge mit sanfter Gewalt hinauf geackert, schaltet ein Hebel um. Plötzlich scheint alles zu fließen. Der Atem, die Beine, die Gedanken. Einatmen, ausatmen. Einatmen, ausatmen. Man merkt, dass man vieles beim Laufen angespannt hat, das gar nicht angespannt sein müsste.

„Sehr gut“, bestätigt Albert das eigene Erfolgsgefühl. Ein Riesenglück macht sich in einem breit. Man sieht sich um und den anderen scheint es genauso zu gehen. Na gut, die eine hat beschlossen, lieber zu „walken“. Dem anderen leistet Christian Gesellschaft, weil er nicht so schnell konnte oder wollte wie die anderen. Aber in Großem und Ganzen haben sich alle in ihrer Leistungsgruppe gut zusammen gefügt.

Wie wir so laufen, entwickelt sich eine ganz besondere Gruppendynamik. Evolutionsforscher, fällt mir ein, sprechen immer vom Mensch als Herdentier. Bisher solche Theorien eher als Humbug verworfen, beginne ich noch einmal darüber nachzudenken. Denn es stimmt. Es reißt einen mit, wenn man auf sich alleine gestellt vielleicht aufgegeben hätte. Es stachelt an – schaffe ich es, den vor mir zu überholen? Und dann macht es wieder Spaß, ein bisschen ruhiger zu laufen und sich zu unterhalten.

Unterhalten tun wir uns ohnehin gerne. Man lernt sich gut kennen, wenn man jeden Tag zweimal Seite an Seite die Hänge und anschließend die Buffets erobert. Der Unterschied zum Cluburlaub: Die Leute sind geerdet. Keiner trinkt hier Cocktails zu Nachmittagsstunden. Die Läufe zusammen bauen eine Vertrautheit auf, die sonst in der kurzen Urlaubszeit nur selten zustande kommt. So führt man interessante und auch einmal tiefer greifende Gespräche. Auch Birgit, Christian und Albert gesellen sich zu uns. Ganz klar: Sie machen keinen auf Chefs und vermitteln: Wir sind alle ein Team.

Und als solches geht es auch am Nachmittag und am nächsten Tag wieder hinaus. Gemeinsam die nächsten Hügel erobern.


Copyright Foto: Hotel Cendevaves/Helmuth Rier
Hotel Cendevaves****
 
 

Südtirol Gardenissima 2017

Am Samstag, 01. April 2017, ist es wieder so weit: wie jedes Jahr gegen Ende der Wintersaison findet bei uns in St. Christina im schönen Grödnertal die Südtirol Gardenissima statt. 
Hotel Cendevaves****
 
 
 
Details
 
 
 
 
 
Über Post freut sich jeder
 
Neuigkeiten, spannende Geschichten und reizvolle Angebote. Post vom Hotel Cendevaves bekomme ich immer gerne.
Kontakt
Familie Stuffer Monte Pana 44 39047 St. Christina in Gröden
 
Tel. +39 0471 792062 Fax +39 0471 793567
 
 
 
Fotogalerie
Wetter
Magazin